Die Wahl der richtigen Matratze gestaltet sich häufig zur Qual.

Welche Matratze ist die Beste?

Nehme ich eine Kaltschaummatratze oder doch lieber eine Taschenfederkernmatratze? Was ist Gel- oder Viscoschaum? Viele Fragen tauchen auf, die einen verunsichern und meistens gibt es keine allgemeingültige Antwort. Man darf nicht pauschalisieren und jede Matratzenart hat Ihre Daseinsberechtigung. Wir alle haben ein individuelles Empfinden und erzeugen daher die unterschiedlichsten Ansprüche an einer Matratze. Wir beschäftigen uns leider viel zu selten mit unserem Schlaf und meistens erst dann, wenn die nächtlichen Probleme allgegenwärtig sind. Der Schlaf hat aber eine enorme Wirkung auf unseren Alltag. Nur wer erholt morgens erwacht, hat genug Energie um die alltäglichen Herausforderungen zu meistern. Ein ruhiger und guter Schlaf gibt Ihnen ein besseres Gefühl, mehr Kraft und steigert Ihre Lebensqualität. Wir von der Trauminsel haben uns zur Aufgabe gemacht, Sie bei der Entscheidung zu unterstützen und als stetiger Begleiter mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Besuchen Sie uns und lassen Ihre Sinne, Ihr Bauchgefühl mit Hilfe unserer fundierten Beratung die passende Matratze für Sie finden.


Kaltschaum-Matratzen

Kaltschaum ist ein hochwertiger PUR-Schaumstoff, der in Blöcken geschäumt wird und durch ein besonderes Herstellungsverfahren eine offenporige Zellstruktur aufweist. Durch diese Struktur bietet der Kaltschaum eine sehr gute Feuchtigkeitsregulierung und eine hervorragende Atmungsfähigkeit. Dadurch wird ein trockenes und exzellentes Schlafklima erzeugt. Schäume sind frei von Allergenen und besonders gut für den Allergiker geeignet. Hochwertige Kaltschäume weisen zudem eine hohe Punktelastizität auf und können durch ausgearbeitete Liegezonen sich an die unterschiedlichsten Körperstrukturen anpassen. Die Qualität einer Kaltschaummatratze bestimmt sich durch das verarbeitete Raumgewicht (kg / m³) und der gewählten Stauchhärte. Bei entsprechender Stauchhärte (Festigkeit) wirkt eine Matratze druckentlastend auf den Körper. Durch eine extreme Flexibilität ist dieser Matratzentyp besonders für verstellbare Unterfederungssysteme, Lattenroste und Motorrahmen geeignet.

Viscoschaum-Matratzen

Der Viscoschaum oder auch Memory-Schaum reagiert auf Druck und Temperatur. Der ursprünglich von der Nasa für die Raumfahrt entwickelte Schaum weist eine recht geringe Rückstellkraft auf und gelangt erst nach einer kurzen Zeit nach Entlastung in die Form zurück. Durch die enorme Anpassungsfähigkeit und recht träge Reaktionszeit wirkt eine Matratze am meisten druckentlastend aller Matratzentypen. Da ein viscoelastischer Schaum keine Stützkraft aufweist, wird er meistens mit einem hochwertigen Kaltschaum kombiniert, wobei der Kaltschaum als Polsterträger für die Viscoplatte dient. Diese Matratzen müssen aufgrund Ihrer Bauweise nicht gedreht und gewendet werden. Durch die langsame Reaktionszeit ist dieser Matratzentyp weniger für „Vieldreher“ geeignet, bietet allerdings dem Schlafenden ein wunderbares Liegegefühl. Man spricht gerne in diesem Zusammenhang von einem Schwebecharakter. Bekannt geworden und aktueller Marktführer in diesem Matratzensegment ist die Firma Tempur.



Federkern-Matratzen

Federkern-Matratzen sind quasi der Klassiker unter den Schlafunterlagen. Wer erinnert sich nicht an die 3-teiligen Modelle von der Großmutter, denen weiterhin aufgrund der guten Handhabung nachgetrauert wird. War das mittlere Element durchgelegen, konnte man es gegen ein anderes Element aus Kopf- bzw. Fußbereich einfach austauschen. Drehen und wenden der Matratze war natürlich auch kein Problem. So haben einige Modelle bis heute noch überlebt. Grundsätzlich zeichnet eine Federkernmatratze ihre robuste und stabile Bauweise aus, die zu einen langen Lebensdauer führte. Allerdings werden die entscheidenden Punkte Liegekomfort und Hygiene dabei völligst außer Acht gelassen. Bei einer Federkernmatratze spricht man nur von einer Flächenelastizität, welche wiederum auf die vorhandene Federanzahl und Größe zurückzuführen ist. Zudem sind die einzelnen Federn bei einem sogenannten Bonellfederkernmatratze mit einem Drahtgeflecht verbunden und hat leider zur Folge, dass alle Federn sich Richtung Hauptbelastung durch den Schlafenden neigen. Eine punktuelle Anpassung an die unterschiedlichsten Körperstrukturen ist fast nicht möglich. Wir als Schlafende haben außerdem durch die Federwirkung häufig mit Druckstellen zu „kämpfen“, die uns in der Nacht zum Drehen veranlassen und so den ruhigen Schlaf wenig fördern. Aufgrund Ihrer relativ steifen Bauart sind Federkern-Matratzen weiniger für verstellbare Unterfederungen wie Motorrahmen oder Lattenrost geeignet. Die meisten Federkerne sind nicht mit einem abnehmbaren Bezug ausgestattet, sondern die Matratze umfasst ein fester Drell und die Matratze ist eher weniger für Allergiker geeignet.

Taschenfederkern-Matratzen

Taschenfederkern-Matratzen sind so gesagt die Weiterentwicklung der genannten Federkernmatratzen. Im Gegensatz zu einem Bonellfederkern werden die einzelnen Federn in so genannte Taschen (meistens aus Jute) gelagert und nur die einzelnen Taschen sind miteinander verbunden. So kann jede einzelne Feder für sich frei schwingen und man steigert dadurch die Punktelastizität. Obwohl man auch bei einer Taschenfederkernmatratze dazu geneigt ist eher von einer Flächenelastizität zu sprechen. Hochwertige Polstermaterialien wie Kaltschaum bzw. Latex steigern allerdings die Punktelastizität, sowie natürlich die Federanzahl. Je höher die Federanzahl desto punktelastischer wird eine solche Matratze. Im Gegensatz zu einem Bonellfederkens werden die Taschenfederkerne meistens mit abnehmbaren und waschbaren Bezug angeboten. Durch andere Drahtstärken hauptsächlich im Schulter- und Hüftbereich werden softere Liegezonen erzeugt und eine Entlastung dieser Körperpartien herbeigeführt. Die Taschenfederkern-Matratze gehört weiterhin zu den beliebtesten Matratzenarten und erfreut sich gerade jetzt im Zusammenhang der gesteigerten Nachfrage nach Boxspringbetten größerer Aufmerksamkeit. Allerdings wird dieser Art einer Matratze bei verstellbaren Unterfederungen gerade bei Motorrahmen in Rahmen der Flexibilität auch schnell ihre Grenzen aufgezeigt.